Dresden
Dresden mit Skizzenbuch: eine Stadtsilhouette, mehrere Standorte
Zwei Tage an der Elbe für alle, die Dresden zeichnen oder fotografieren möchten. Mit wenigen Standorten, wiederholten Blicken und Zeit für die eigene Bildidee.
Einfach Kurzraus ·

Eine Ansicht muss nicht beim ersten Versuch fertig werden
Für ein Wochenende mit Skizzenbuch braucht ihr in Dresden vor allem die Erlaubnis, länger an einem Ort zu bleiben. Plant zwei Tage und eine Nacht, wenn eure Anreise kurz genug ist; bei später Ankunft helfen zwei Nächte. Als Grundidee dient ein Vergleich: Wie verändert sich die Altstadtsilhouette, wenn ihr am gegenüberliegenden Ufer den Standort verschiebt? Das lässt sich mit einer kleinen Kamera ebenso erkunden wie mit Papier und Bleistift.
Wählt eine Unterkunft nach dem Weg zum Elbufer und nach einer verlässlichen Gepäcklösung. Ein Zimmer mit Aussicht ist für diese Reise nicht notwendig. Nützlicher ist es, wenn ihr vor dem Einchecken oder nach dem Auschecken ohne schwere Tasche losgehen könnt. Packt wenige Materialien ein. Wer bei jedem Standort erst Stativ, mehrere Objektive und einen großen Zeichenblock sortiert, beobachtet oft weniger als jemand mit einer einfachen Ausrüstung.
Am Königsufer mit großen Formen beginnen
Am ersten Tag geht ihr zum Neustädter Elbufer im Bereich des Königsufers. Die Stadt beschreibt diesen Bereich als wichtigen öffentlichen Uferraum mit Blickbeziehungen zur Altstadt; Hinweise dazu findet ihr in der städtischen Dokumentation zum Königsufer. Veranstaltungen oder Bauarbeiten können einzelne Standplätze verändern. Bleibt deshalb bei einem gewünschten Motiv flexibel und nutzt nur freigegebene Wege.
Zeichnet zunächst lediglich Wasserlinie, Dächer und die größten senkrechten Formen. Fotografiert ihr, sucht zuerst den Bildausschnitt und entscheidet erst danach über Einzelheiten. Eine einfache Übung: Macht eine breite Ansicht und anschließend einen deutlich engeren Ausschnitt vom selben Standort. Vergleicht, welches Bild die Beziehung zwischen Fluss und Stadt besser zeigt. Der Versuch ist auch dann gelungen, wenn euch die engere Aufnahme überhaupt nicht gefällt.
Nach einer Pause verschiebt ihr euch entlang eines zugänglichen Uferwegs. Wählt einen zweiten Platz, von dem sich Gebäude teilweise überdecken. Ihr müsst dabei keine bestimmte Distanz zurücklegen. Entscheidend ist, dass sich im Bild etwas verändert. Achtet auf Menschen, Radverkehr und den Platz, den eure Ausrüstung beansprucht. Ein Stativ oder Klapphocker darf aus einer Beobachtungsstelle kein Hindernis für andere machen.
Am zweiten Tag die Perspektive wechseln
Geht am folgenden Morgen über eine aktuell geöffnete öffentliche Verbindung auf die Altstadtseite. Im Bereich der Brühlschen Terrasse könnt ihr nun näher an einzelne Baukörper herantreten. Der Wechsel zeigt euch, was in der Silhouette verborgen blieb: Fassadentiefe, unterschiedliche Materialien und Übergänge zwischen Gebäuden. Informiert euch bei Bedarf über stufenarme Zugänge, statt einen Treppenweg für alle in der Gruppe vorauszusetzen.
Für die letzte Runde kehrt ihr nur dann an den ersten Standort zurück, wenn ihr tatsächlich etwas vergleichen möchtet. Betrachtet beispielsweise dieselbe Dachkante bei anderem Licht oder ergänzt im Skizzenbuch eine kleine Notiz zu Wind und Wolken. Bei Regen bleiben eine kurze Außenrunde und die Auswertung eurer Aufnahmen vollkommen ausreichend. Eine zusätzliche Innenbesichtigung sollte euer Zeichenthema unterstützen und nicht bloß einen freien Nachmittag füllen.
Was ihr mit nach Hause nehmt
Wählt am Ende drei Bilder oder Skizzen aus und gebt ihnen kurze Bildunterschriften: Standort, Blickrichtung und die Veränderung, die euch aufgefallen ist. Damit entsteht eine persönliche kleine Dresden-Erzählung. Niemand muss den historischen Canaletto-Blick exakt nachstellen. Gerade die Unterschiede zwischen euren eigenen Ansichten zeigen, wie stark ein Stadtbild vom gewählten Platz und vom aufmerksamen Hinsehen abhängt.
Eure Reise vorbereiten
Rechnet mit euren eigenen Beträgen und behaltet die nächsten Schritte im Blick.
Was plant ihr für die Reise ein?
Gebt eure eigenen Beträge ein. Tragt 0 ein, wenn keine Kosten anfallen. Die Unterkunft gilt für alle zusammen, das Essen pro Person und Tag. Wir rechnen die Reisetage als Nächte + 1: 2 Nächte ergeben 3 Tage.
Eure Rechnung dient der Planung. Sie ist kein Angebot und prüft keine Preise oder Verfügbarkeiten. Rechnet enthaltene Leistungen nur einmal ein.
Eure Checkliste 0 von 6 erledigt
Eure Eingaben und Häkchen werden erst nach einer Änderung nur in diesem Browser für diesen Artikel gespeichert. Es werden keine Daten gesendet.